Anlagen

Hochbauten

Mauern

Zu den häufigsten Hochbauten in Parks und Gärten oder bei der Gestaltung der Außenflächen von Immobilien zählen Mauern in verschiedenen Höhen. Sie dienen der Abgrenzung und der Optik, und vielfach auch als Sitzgelegenheiten, teils dem Sicht- oder Lärmschutz.

Insbesondere die sogenannten Trockenmauern, ohne Mörtel konstruierte Steinaufschichtungen, sind aus ökologischen Gesichtspunkten wichtiges Element einer Landschaftsgestaltung. Sie lassen sich bestens mit Moosen, Kletterpflanzen und Steingartenvegetationen begrünen und bieten einer Vielzahl nützlicher Lebewesen einen natürlichen Lebensraum. Egal, ob der Landschaftsbauer Granitbrocken mit dem Hubkran aufschichtet, oder Feldsteinbruch handmontiert, erst die optisch reizvolle Sortierung und die professionelle zentimetergenaue Platzierung des Gesteins und der Bepflanzung garantieren am Ende die besondere Ausstrahlung einer solchen Trockenmauer.

Aktuell im Trend sind sogenannte Gabionen. Das sind Drahtkorbkonstruktionen, die mit Steinen befüllt sind. Sie können sowohl zur Hangabstützung eingesetzt werden, als auch als freistehende Mauer dienen. Die Steine lassen sich zur Erzielung besonderer gestalterischer Effekte auch nach vorher festgelegten Mustern in ausgesuchter Sortierung einbringen.

Pavillons, Pergolen und Co

Gartenbaubetriebe fundamentieren und montieren auch Zäune, Pavillons, Rankgitter, Lärmschutz- oder Trennwände, Pergolen sowie Sport- und Spielgeräte. So, wie die Innenraumbegrünung von fast allen GaLaBau-Betrieben angeboten wird, realisieren die meisten auch Wintergartenprojekte unter anderem mit exotischen oder heimischen Bepflanzungen.

Lichteffekte

In Zusammenarbeit mit Elektroinstallationsbetrieben werden immer aufwendigere Lichtanlagen installiert, die sommers wie winters Landschaften durch punktuelle Beleuchtung und Lichteffekte in stimmungsvolle Erlebniswelten besonderer Art verwandeln.


Themenanlagen

Vorgemacht haben es viele Bundesgartenschauprojekte, mittlerweile ist es in größeren privaten Immobilienanlagen ebenso üblich, wie in Firmen, die besonderen Wert auf ihr äußeres Ambiente legen: thematische landschaftliche Bereiche zu etablieren. Das reicht vom Japanischen Garten, über die neu angelegte Streuobstwiese bis hin zu Palmen-, Kakteen- oder Oleanderparadiesen. Hier sind den gärtnerischen Ideen letztlich nur klimatische Grenzen gesetzt.


Wasseranlagen

Landschaftsbauer erstellen auch die unterschiedlichsten Anlagen zur Be- bzw. Entwässerung und legen Wasser führende Gestaltungselemente wie Teiche, Becken und Wasserläufe an.

Entwässerung

Einfachste Möglichkeiten zur Entwässerung von tief gelegenen, zu feuchten Gartenflächen, von Wegen oder Terrassen sind unterirdisch verlegte Entwässerungs- oder Dränagerohre. Hierbei handelt es sich meist um gelochte HT- oder KG-Plastik- oder um Grafitgussmetallrohre. Sie werden in Kies gebettet, so dass das Wasser absickern und durch die Rohre ablaufen kann. Verwendung finden auch halbschalenförmige, mit Gittern abgedeckte Rinnensysteme unterschiedlicher Größe und Belastbarkeit, je nach dem, ob und mit welchen Fahrzeugen sie gegebenenfalls überfahren werden. Sie werden schlüssig oder leicht unter Niveau in die Bodenflächen eingebaut. Auch hier wird das Wasser über Anschlussrohre abgeführt.

Im Regelfall erfolgt eine Entsorgung des Sammelwassers derzeit noch über die jeweilige kommunale Kanalisation. Denkbar ist aber auch die Zuführung in ein unterirdisches, oder über Pumpen auch in ein oberirdisches Auffangbecken oder einen anderweitigen Auffangbehälter. Das Wasser kann dann in Zeiten der Trockenheit zur Bewässerung eingesetzt oder anderen Verwendungszwecken zugeführt werden.

Bewässerung

Nicht nur städtische Parks oder Golfplätze werden heutzutage mit weitverzweigten Bewässerungsanlagen versehen. Auch in immer mehr privaten Gärten sorgen solche Konstruktionen, zumal in Verbindung mit Messfühlern und Zeitschaltuhren, für eine professionelle Bewässerung von Rasenflächen, Beeten und selbst Blumentöpfen. Sie werden meist aus einfach verschraubbaren Kaltwasserrohrsystem aus Plastik errichtet. Die Auslässe sind üblicherweise in den Rasenflächen verborgen, oder befinden sich auf Beeten und zwischen dem Bewuchs.

Um eine zielgerichtete Bewässerung und damit ein optimales Wachstum zu erreichen, müssen diese nach dem Bedarf der jeweiligen Pflanzen und Flächen positioniert und dimensioniert werden. Ein solche Bewässerungsanlage funktioniert also keinesfalls nach dem schon sprichwörtlichen Gießkannensystem, sondern setzt eine enge Zusammenarbeit der verschiedenen Spezialisten in einem Landschaftsbaubetrieb voraus.

Versickerung

GaLaBau-Betriebe errichten auch Systeme zur Regenwasserversickerung, meist über Mulden und sogenannte Rigolen (Rinnen und Grabensysteme). Handelt es sich um unbelastete Niederschlagswässer, werden diese von Dächern und Flächen über Rohre und Rigolen in Versickerungsmulden oder -becken eingeleitet. Eine typische Lösung, wie sie von Landschaftsbauspezialisten gern gewählt wird, sind versickerungsaktive Pflanzflächen. Eine Versickerung über die verschieden gestalteten Bodenflächen ist grundsätzlich nur bei nicht allzu hohem Grundwasserspiegel möglich und setzt durchlässige Erdschichten voraus.

Belastete Niederschlagswässer müssen zuvor gereinigt werden. Hier kann es gelegentlich auch dann zu Problemen kommen, wenn die Niederschläge von Blei- oder anderen emittierenden Eindeckungen ablaufen.

Auch wenn in den meisten Gegenden Deutschlands eine Versickerung von Regenwasser zumindest bei kleineren privaten Wohnimmobilien grundsätzlich genehmigungsfrei ist, wird der Gartenbaubetrieb im Einzelfall eine konkrete Prüfung der Umstände vornehmen und auf Wunsch des Bauherrn auch erforderliche Genehmigungen einholen. In manchen Kommunen ist es auch möglich, nach Errichtung einer solchen Sickeranlage auf Antrag von einem Teil der Kanalbenutzungsgebühren befreit zu werden. Mancherorts ist es sogar Vorschrift, Niederschlagswässer zu versickern.

Aus ökologischen Gründen empfehlen die Landschaftsbauer heute überall dort, wo es technisch und auf Grund der Bodenverhältnisse möglich ist, die verschiedenen wassertechnischen Regulierungsfunktionen wie Entwässerung, Bewässerung und Versickerung miteinander zu verbinden, um weitestgehend natürliche Verhältnisse herzustellen und die Wasserressourcen zu schonen.

Wasserläufe und Teiche

Wasserläufe und Teiche, egal ob als natürliche Schwimmanlage oder für Zierfische, gehören zu den beliebtesten Gestaltungs- und Nutzelementen in Gartenanlagen. Das reicht von dem kleinen pumpengespeisten Bächlein in Steingärten bis hin zu mehreren Meter breiten, mit Brücken überquerten Bachläufen und kleinen Seen. Egal, ob sie nun Schwimmteich, Zierteich, naturnaher Badeteich, Fischteich oder Koi-Teich heißen, ist die grundsätzliche Bauart die gleiche. Ein der geplanten Form entsprechender Erdaushub oder eine Aufschüttung oder Aufmauerung für sogenannte Hochteiche werden mit Teichfolie ausgekleidet. Verwendung finden teils auch flüssige Teichfolie, oder Bitumenauskleidungen. Auch weiße oder schwarze Betonwannen können als Grundlage einer Teichkonstruktion dienen.

Zur Erhaltung einer hohen Wasserqualität empfiehlt es sich, einen Wasserkreislauf mit zwischengeschalteten Filtern sicherzustellen. Dazu wird in der Regel am Boden ein leichtes Gefälle zu einer Ablauföffnung hin geführt. Von hier wird das Wasser vermittels einer Pumpe durch eine Filteranlage hindurch zurück in das Reservoir befördert. Die Dimensionierung hängt nicht zuletzt von der erwünschten Wasserqualität ab.

Ein Besatz mit den immer beliebter werdenden Koi's erfordert im Gegensatz zur landläufigen Meinung nicht nahezu Klarwasser. Auch wenn sie darin besonders gut zu beobachten sind. Und auch andere Fischarten oder Schwimmschildkröten verschwinden gern mal ein wenig im Trüben, ausreichend Sauerstoff allerdings vorausgesetzt, möglichst hohe Keimfreiheit und vor allem Platz. Die hohe Anfälligkeit der Koi's gegenüber Infektionen ist nach Meinung von Experten vor allem auf einen zu großen Tierbesatz und die damit einhergehende schnelle Verschmutzung des Wassers zurückzuführen und die falsche Temperierung.

Bau und Erhaltung in die Hand des Fachmannes

Verbunden mit Springbrunnen, Wasserspielen oder einer mehr oder weniger exotischen Bepflanzung, kann ein Gartenteich zu einer wahren Augenweide werden, aber auch zu einem dauernden Ärgernis. Wenn nämlich die regelmäßige Pflege vernachlässigt wird. Deshalb gilt bei einem solchen Projekt mehr als bei jedem anderen im Landschaftsbau auch bei privaten Bauherrn: Bau und dauerhafte Pflege der Fachfirma anvertrauen, um dauerhafte Freude daran zu haben.



(c) by Päffgen GmbH bzw. deren Autoren 2009, www.Landschaftsbau.de

Gewerbliche und private Verwendung dieses Artikels ist ausdrücklich, aber nur dann gestattet, wenn dem Artikel gut sichtbar der vorstehende Copyright-Hinweis mit verfolgbarem Link hinzugefügt wird und wir per Mail an copy@fachportale.de über die Verwendung informiert werden!